Vision für neues Badezentrum am Oedtersee

Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll legt Vision für neues Badezentrum am Oedtersee vor

An den ersten Planungen für ein neues Familien-, Freizeit- und Gesundheitszentrum am Oedtersee in Traun arbeitet Bürgermeister Karl-Heinz Koll bereits seit längerem. Ein aktuelles statisches Gutachten zum bestehenden Badezentrum macht nun jedoch deutlich, dass die Umsetzung dieser Zukunftsvision schneller erfolgen muss als bisher erwartet: Das Badezentrum ist nur mehr für eine Übergangssaison nutzbar. Das Sportbecken kann unter Auflagen voraussichtlich noch bis Juni 2027 betrieben werden, das Lehrschwimmbecken muss sofort gesperrt werden. Bürgermeister Karl-Heinz Koll legt nun ein erstes Konzept für die Zukunft des Standorts vor und stellt die Weichen für einen Neubau, mit klarer Priorität auf eine nachhaltige Lösung.

Das Badezentrum am Oedtersee ist nach dem aktuellen statischen Gutachten nur noch eingeschränkt und befristet nutzbar. Während das Sportbecken unter definierten Maßnahmen, wie regelmäßige statische Kontrollen und Prüfung der Betonqualität, vorrausichtlich noch bis zum Ende der nächsten Saison offengehalten werden kann, ist das Lehrschwimmbecken aufgrund seines baulichen Zustands unverzüglich außer Betrieb zu nehmen. Hier lassen die massiven Schäden an der Tragstruktur durch Wasser- und Chloreinlagerungen keine andere Wahl mehr zu. Für Bürgermeister Karl-Heinz Koll ist damit eine Grenze erreicht. „Ich treffe diese Entscheidung auf Basis harter Fakten. Sicherheit ist nicht verhandelbar. Es geht um die Menschen in unserer Stadt und ich werde kein Risiko eingehen. Es muss sich aber niemand Sorgen machen. Wir haben zahlreiche Expertinnen und Experten eingebunden und die Situation wird laufend überprüft. 

Aber klar ist auch, dass wir am Ende des Lebenszyklus des Gebäudes stehen. Darauf müssen wir entschlossen reagieren“, sagt Koll. Über den Zustand des Badezentrums ist seit Jahren bekannt, dass es seine besten Zeiten hinter sich hat. „Seit ich Bürgermeister bin, wurden rund 1,6 Millionen Euro in die Erhaltung unseres Badezentrums investiert und viele der finanzierten Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen sind heute bereits wieder beschädigt und müssten erneut saniert werden“, betont der Bürgermeister. Regelmäßige Gutachten wurden deshalb von Koll von Beginn an bewusst in Auftrag gegeben, um Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Gleichzeitig wurde bereits an einer Vision für die Zukunft des Standorts gearbeitet. Ziel war es, das Badezentrum langfristig weiterzuentwickeln und um zusätzliche Angebote für Familien, Kinder und Seniorinnen und Senioren zu ergänzen. Das aktuelle Gutachten zeigt nun jedoch, dass der Zustand deutlich kritischer ist als bisher angenommen und die Umsetzung dieser Zukunftspläne schneller erfolgen muss als erwartet.

Keine Sanierung auf Zeit

Eine bloße Sanierung ist dabei keine tragfähige Lösung. Sie würde das Problem nur verschieben, aber nicht lösen. Gerade bei Badeanlagen zeigt sich vielerorts, dass Investitionen in die weitere Erhaltung teuer sind und am Ende oft keine nachhaltige Lösung darstellen. „Eine Sanierung wäre in diesem Fall nur ein Aufschub, aber keine Antwort für die Zukunft“, sagt der Bürgermeister und ergänzt: „Ich will nicht zuschauen, wie wir am Ende wieder nur einen teuren Fleckerlteppich haben. Wir brauchen eine langfristige Lösung.“ Der Bürgermeister verweist dabei auch auf die Bedeutung des Standorts für Kinder und Familien. Schwimmen lernen ist keine Nebensache, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Daseinsvorsorge. „Es darf nicht passieren, dass Kindern am Ende die Möglichkeit fehlt, ordentlich schwimmen zu lernen. Genau deshalb braucht Traun eine Perspektive, die über die nächste Saison hinausgeht“, so Koll. Für Bürgermeister Koll steht deshalb fest: Wenn investiert wird, dann in eine langfristige Lösung. Die aktuellen Entwicklungen ändern nichts an der grundsätzlichen Zielsetzung, sie beschleunigen lediglich den Handlungsbedarf.

Erste Vision als Diskussionsgrundlage

Die Vorarbeiten für diese Zukunftsperspektive laufen bereits seit dem Jahr 2025. Parallel zur akuten Absicherung des laufenden Betriebs hat Koll deshalb bereits ein erstes Konzept ausgearbeitet. Dieses soll nun als Grundlage für die politische Diskussion dienen und ausdrücklich keinen Anspruch auf Endgültigkeit haben. Der Bürgermeister will den Entwurf gemeinsam mit Vereinen, Schulen und den politischen Fraktionen weiterentwickeln. „Ich habe als Verantwortlicher die Vorarbeit geleistet. Jetzt geht es darum, gemeinsam das beste Gesamtkonzept zu entwickeln. Diese Vision ist kein fertiger Masterplan, sondern eine Diskussionsgrundlage.“ Am Oedtersee soll ein modernes Familien-, Sport- und Gesundheitszentrum entstehen, das den Schwerpunkt klar auf Schwimmen lernen, Baden, Freizeit und Gesundheitsdienstleistungen legt. Im Mittelpunkt stehen dabei ein funktionales, zeitgemäßes Badezentrum sowie ergänzende Gesundheitsangebote wie ärztliche Versorgung, Physiotherapie und Sauna.

Breite Einbindung

Wichtig ist Bürgermeister Koll, dass das Projekt nicht isoliert gedacht wird. Bereits jetzt führt er intensive Gespräche mit den umliegenden Gemeinden, um mögliche regionale Synergien zu prüfen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dass das Thema über Traun hinaus Bedeutung hat, liegt aus Sicht des Bürgermeisters auf der Hand. Viele Gemeinden stehen vor ähnlichen Herausforderungen und gerade bei multifunktionalen Badezentren sind die Optionen oft begrenzt. „Umso wichtiger ist es, jetzt einen belastbaren und zukunftsorientierten Weg zu skizzieren, statt nur den Bestand möglichst lange zu verlängern“, so Koll. Auch mit dem Land OÖ laufen bereits Gespräche über die Förderquote und die finanzielle Machbarkeit des Vorhabens. Zugleich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Vereine und die politischen Fraktionen bereits vorinformiert worden.

In den kommenden Wochen sollen eigene Informations- und Diskussionsabende folgen, bei denen auch Übergangslösungen für die Zeit während eines Neubaus besprochen werden. „Ich will dieses Projekt gemeinsam mit allen, die es direkt betrifft, entwickeln. Die Richtung ist klar, aber die Ausgestaltung soll breit mitgetragen werden. Genau so entstehen die besten Lösungen“, betont Koll. Die Grundlage dafür ist klar: Das Gutachten liefert die Fakten, der Bürgermeister liefert die Richtung und gemeinsam mit Politik, Vereinen und Schulen soll daraus ein tragfähiges Zukunftsprojekt werden. 

Eine erste Vision für ein neues Familien-, Freizeit- und Gesundheitszentrum am Oedtersee hat Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll bereits ausgearbeitet und dieses soll nun gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden. Eine erste Vision für ein neues Familien-, Freizeit- und Gesundheitszentrum am Oedtersee hat Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll bereits ausgearbeitet und dieses soll nun gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden. (Credit: Singer ZT GmbH)Das Badezentrum am Oedtersee ist nach dem aktuellen statischen Gutachten nur noch eingeschränkt und befristet nutzbar.Das Badezentrum am Oedtersee ist nach dem aktuellen statischen Gutachten nur noch eingeschränkt und befristet nutzbar. (Credit: Christian Redtenbacher)Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll steht für eine langfristige und nachhaltige neue Lösung für das Badezentrum am Oedtersee.Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll steht für eine langfristige und nachhaltige neue Lösung für das Badezentrum am Oedtersee. (Credit: elephants5)